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Foto: Bergische Universität Wuppertal

Lateinische Philologie


Der Teilstudiengang

Gegenstand der Lateinischen Philologie ist die Erschließung der lateinischen Sprache und Literatur der Antike unter Berücksichtigung ihrer Voraussetzungen und Nachwirkungen. In die Kategorie „Literatur“ fallen hier etwa auch Texte aus den Bereichen Philosophie, Geschichtsschreibung, Rhetorik oder Fachgelehrsamkeit. „Erschließung“ der lateinischen Literatur der Antike bedeutet nicht nur ihre Analyse und Interpretation, sondern zuallererst die Herstellung eines verlässlichen Textes angesichts einer mitunter tausendjährigen handschriftlichen Überlieferung.

Zu den „Voraussetzungen“ der lateinischen Literatur der Antike wiederum gehören nicht allein die literarischen, darunter auch griechischen Vorbilder, sondern ebenso ihr kulturgeschichtlicher Kontext. „Nachwirkungen“ der lateinischen Literatur der Antike meint ihre Rezeption in der Literatur, Kunst und Geistesgeschichte der Antike selbst, aber auch in der von Mittelalter und Neuzeit, v.a. in der lateinischen Literatur des Mittelalters und der Neuzeit.

Es versteht sich von selbst, dass ein Verständnis eines literarischen Textes nicht ohne eingehende Kenntnis der Sprache, in der er verfasst ist, möglich ist. Die Beschäftigung mit ihr als einer geistigen Hervorbringung hat aber auch ihren eigenen Wert. Auch sie hat ihre historischen und kulturellen Voraussetzungen und ihre Nachwirkungen im Latein des Mittelalters und der Neuzeit sowie den modernen, v.a. den romanischen Sprachen.